Dienstag, 16. April 2013

Der Alltag

Liebe Leser,
Um nochmal einen besseren Einblick in dieses faszinierende Land zu verschaffen, habe ich ein paar Bilder geschossen und sie auf der Extra-Seite "Alltag Neuseeland" ein wenig erläutert.
Viel Spaß!

Mittwoch, 10. April 2013

Windy Welly


In den städtischen Windkanälen ist es sehr frisch geworden, Herbstwetter! Die Sonne scheint, ab und zu einzelne Schauer, immer verbunden mit einem frischen Durchzug.
Nachdem die ersten Tage noch auf kleinen Parkplätzen außerhalb des Zentrums im Auto übernachtet wurde, holte ich am Montag meinen alten Freund Torge vom Flughafen ab. Während wir von Hostel zu Hostel gingen, um meine Zettel bezüglich des Autoverkaufs auszuhängen, kamen wir auf die Idee gegen Unterkunft in Hostels zu arbeiten und so kam es, dass ich im xBase Wellington unterkam.

Zuerst jedoch besuchten wir die "Weta Caves", indem man kostenfrei ein paar Rüstungen und Waffen aus Peter Jackson's Meisterwerk begutachten konnte und da wir schonmal dabei waren, gingen wir abends in das Kino, wo im Frühling die Weltpremiere von "The Hobbit - an unexpected journey" statt fand um einen Film zu gucken. Welchen? Na klar, the hobbit! Das Kino, das die Überschrift "the middle of middle earth" trägt, beeindruckt mit klassischem Design und erinnerte mich ein wenig, aber auch nur ein wenig an das Kino aus "Inglourious Basterds". Gott sei Dank bekamen wir nichts von der Zeitumstellung mit und verbrachten so noch eine Stunde in der überaus noblen Lounge, die ein wenig an das Modehaus "Terner" aus Hannover erinnert.

Im Saal waren an den Sitzen die jeweiligen Berümtheiten eingraviert, dessen reiche oder talentierte Hintern dort ihren Platz fanden. Leider saß ich nicht auf Peter Jackson, Ian McKellen oder Richard Armitage, sondern "The Boyes Family". Ich frage mich an dieser Stelle, ob Andy Serkis auch einen Sitzplatz bekommen hat, oder er doch den Boden bevorzugt hatte.
Der nächste Tag war etwas politischer! Wir unternahmen eine Führung durch das Parlament Neuseelands. Dieser ist natürlich nicht mit dem Bundestag zu vergleichen, aber in Hinsicht auf die Bevölkerungzahl beeindruckend. Der Gebäudekomplex besteht aus dem innovativ gestaltetem "Beehive" (Bienenstock), indem unter anderm das Büro des Premierministers liegt, dem Parlament selbst und der parlamentseigenen Bibliothek. Als wir uns letztlich im Saal befanden fragte eine junge Dame, ob der "Speaker" nach seiner Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt werden dürfte. Als keine genaue Antwort kam, rief eine um die 80 Jahre alte Engländerin (mit Sicherheit die Älteste der Gruppe) "GO HOME THEN AND GOOGLE IT!", sie war mir sehr sympatisch.
Zwei Stunden später besuchten wir eine Debatte im selben Saal (Fotos waren natürlich nicht erlaubt). Der Stuhl des "Mr. Speaker" ist mit einem dicken Schafsfell gepolstert und auch sein Anzug hatte ein extra Schafswollenpolster.
Nun in diesem Parlament beginnt eine natürliche Debatte immer mit der Fragenphase, in der Abgeordnete die jeweiligen Minister der Regierung fragen stellen dürfen, die sie dann meistens ins schlechte Licht rückt (in diesem Fall die National Party). Das ganze hört sich dann so an "Mr. Speaker, I have a question for the minister of health and education: Why didn't the government do anything against the this and that?". Der jeweilige Minister muss bei seiner Antwort dann immer lauter werden, um gegen die lautstarke Kritik der Opposition anzukommen. 
Im Anschluss folgt dann die eigentliche Debatte, bei der in unserem Fall nurnoch ein Drittel der Abgeordneten teilnahmen. Nun, natürlich ist das Englisch, was dort gesprochen wird nicht gerade das leichteste, doch das gröbste versteht man natürlich und so konnten wir feststellen, dass das Land ein großes Problem mit Dorgenkonsum unter Jugendlichen hat.

Nächstes Mal etwas mehr über das Leben innerhalb und außerhalb des Hostels!


Freitag, 5. April 2013

Glühwürmchen!

Nachdem Ich in Christchurch noch ein paar Erledigungen tätigte ging es für mich endlich wieder Richtung Norden. Nach der ersten Nacht auf einem Campingplatz machte ich in Blenheim halt um mir meine langen lästigen Haare noch einmal zu kürzen (18 Dollar wollte das Schwein für einmal rüber putzen!). Dann erreichte ich endlich die schöne Hafenstadt Picton. Es war nahezu der perfekte Ort um auf die Fähre zu warten, da der Ort gerade so alles nötige bietet und eine entspannte Atmosphäre besitzt. Im Stundentakt sieht man Fähren ein- und ausfahren, was sehr beeindruckend aussieht wenn man  sich mal das Größenverhältnis der kolossalen Fähren und der gemütlichen Provinz vor Augen führt.
Auf einen Tipp hin erkundete ich einen Track bei Nacht um Glühwürmchen zu entdecken. Ich stellte mich mit meinem Auto an den Trackbeginn, wartete bis es komplett dunkel war und wagte mich in den stockdunklen Wald, als wäre ich in einem Horrorfilm. Ich lief immer weiter voller Vorfreude auf einen beeindruckenden Ausblick und plötzlich blinkte mir ein winziges Licht entgegen. Ich wandte mich um und da war es... Es war wirklich unglaublich! Noch nie habe ich so etwas gesehen... wirklich der Wahnsinn! Ich glaube es war insgesamt die langweiligste Aktion, die Ich in der gesamten Neuseeland Zeit unternommen habe. Der Begriff Würmchen ist wirklich untertrieben. Voller Enttäuschung ging ich nun also zurück und verbrachte die Nacht direkt am Hafen von Picton.
Am nächsten Tag ging die Fähre. Es war zwar extrem windig und etwas frisch, dennoch waren keine Wolken am Himmel. Für einen jungen Halbfriesen wie mich gab es also nur einen Ort, an dem ich die gesamte Überfahrt ausharren konnte: an Deck! So hielt ich also 2 1/2 Stunden Ausschau nach den Delphinen, die schon so viele vor auf dieser Fahrt gesehen haben. Dann irgendwann kurz vor der Bucht an der Nordinsel lief ein junger Mann mit Fernglas Richtung Backbord. Da waren sie! Man sah erst nur kleine Wasserspritzer und Rückenflossen und dann sprangen ein oder zwei von ihnen im hohen Bogen aus dem Wasser, zu schnell, dass ich sie mit der Kamera erwischen könnte.
In Wellington übernachtete ich ganz nahe am Flughafen und beobachtete die Flieger beim Landen. Am nächsten Tag hatte ich zum ersten Mal das Glück zufällig an einem Rugby Spiel vorbei zu fahren. Die Chance ließ ich mir nicht entgehen und sah mir die restlichen Minuten des Amateur Spiels an. Kurz darauf bekam ich dann noch einige Rennboote in Aktion zu Gesicht. Immer wieder schön solche Dinge umsonst zu sehen zu kriegen. 
Nun gibt es vorerst nichts wichtigeres, als mein Auto loszuwerden, also wünscht mir Glück!

Dienstag, 2. April 2013

"Life is short - make it count!" (Abel Tasman Skydive Werbung)

Liebe Verfolger des "Leo und Isi machen Urlaub - Projekts",
im folgenden eine kleine Zusammenfassung der restlichen gemeinsamen Zeit:

Wir fuhren von CC durchs Landesinnere nordwärts und überquerten dabei den sogenannten Lewis Pass. Ganz da in der nähe entstanden auch die Fotos am Wasserfall. Wir übernachteten in Mouteka und am Tag darauf hatte Isi endlich ihren Tandem-Fallschirmsprung(also mit jemandem, an dem sie dran hängt). Völlig ohne Furcht und voller Vorfreude stellte sie sich dem Abenteuer, was meiner Ansicht nach mehr Adrenalin mit sich bringt, als alle anderen Dinge die man hier so tuhen kann, ohne eine bestimmte Erlaubnis zu haben. Der Himmel war fast komplett wolkenfrei und Isabell genoss beste Aussicht auf die Golden Bay, die Nordinsel und die Southern Alps (gleichzeitig!) aus einer Höhe von 9000 Fuß. Mal wieder hielten wir der Versuchung stand, uns Bilder und Videos von unseren Abenteuern zu kaufen. Auch wenn es schön gewesen wäre, konnten wir uns einfach nicht mit dem stolzen Preis von 200 Dollar abfinden. Wir durchquerten den Hippie Ort Takaka und so auch den Takaka Hill Pass, der mir schon durch die Reisen mit Nico ein Dorn im Auge war. Es war aber kein Kissenbezug nötig!
Dass die Läden wegen den Feiertagen geschlossen hatten, kam für uns sehr überraschend, denn ich wusste nicht einmal, dass Ostern vor der Tür stand. Wir campten im Abel Tasman Park und gingen am nächsten Tag einen Track zum nächsten Strand um etwas zu schnorcheln. Leider wurde uns dies durch das Wetter und die Strömung sehr erschwert. Wir übernachteten in Nelson und fuhren über Blenheim an der Ostküste das letzte Stück herunter. Nach einem ewigem, aber sehr spaßigem Roadtrip kamen wir schließlich wieder in Christchurch an, wo am 02.04. Isi's Flieger gehen sollte.


Was meine Wenigkeit angeht, so werde ich mich nun voll auf das Projekt Australien konzentrieren, doch dazu bald mehr.