Donnerstag, 9. Mai 2013
Immer weiter Richtung Süden!
Wo war Ich? Airlie Beach, in einem Zimmer mit 17 Leuten. Der Ort war schön, das Wetter stimmte auch und dann ging es los auf die Bootstour zu den berühmten Whitsunday Islands. Der Wellengang machte die Hinfahrt im 900 PS starken Boot zu einem Spaßerlebnis, doch Wellengang, bedeutet auch trübes Wasser. Beim Stop am ersten Strand zum Schnorcheln sah man nicht wirklich viel und so bekam ich keine Korallen und keine Fische zu Gesicht. Darauf hatte ich mich am meisten gefreut. Der Whitehaven Beach sollte wirklich mal gegooglet werden. Bei Ebbe entblöst sich eine riesige Sandbank, es sieht aus wie im Paradies. Wir hatten Flut... Das eigentliche Highlight wurden ein paar bunte Echsen, die ziemlich nahe an uns herankamen.
Gerade wieder auf festen Boden kam ein Anruf: Felix hatte eine Internetanzeige für einen Lift runter nach Noosa (ca. 100km nördlich von Brisbane) und rief mich gerade zurück. Alles lief glatt und in der selben Nacht waren wir wieder on the Road. Wir machten einen Stop, da er sein Auto verkaufte, was dann später von den Käufern aus Noosa abgeholt werden würde. In Noosa kamen wir mitten in der Nacht an. Felix fuhr am nächsten Tag auf die berühmte Fraser Island. Ich riskierte einen 4 stündigen Walk durch den Nationalpark auf der Suche nach Koalas und auf der Flucht vor überfüllten Straßen.
Es sollte weitergehen direkt an die Byron Bay, ein perfekter Ort zum Surfen, doch bei dem Versuch per Anhalter dort hin zu gelangen, wurde ich maßlos enttäuscht. Es dauert ewig, die Leute schauen einen an als wäre man im Zoo, günstige Stellen sind selten... von wegen nette Leute in Australien dachte ich... Die Leute die mich mitnahmen waren dafür umso netter. Ein Pärchen, eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zu einem Geburtstag, 2 Kiwis (war ja klar, dass ich gerade von Neuseeländern aufgegabelt werde) und ein weiteres Pärchen. Letztere fragten mich ob ich nach Brisbane City wolle und es war schon relativ spät, denn hier ist es um 6 schon dunkel mittlerweile. Sie fuhren extra ein wenig durch die Innenstadt für eine kleine Privattour und ich erkannte, das Brisbane doch min. einen Tag Sightseeing wert war.
Das Hitchhiken von Brisbane nach Byron Bay war eine Katastrophe: Ich kam erst mitten in der Nacht an, Ich war mit meinen ca. 30 Kilo Gepäck durch Städte gelaufen, auf der Suche nach guten Spots und immer wieder wurde ich enttäuscht. In Neuseeland hatte es 5 bis 10 Minuten gedauert und hier machte nach einer Stunde nichtmal jemand Ansätze anzuhalten. Ich sprach ein paar Leute an der Tankstelle an und ein netter junger Mann brachte mich den gesamten Weg, obwohl es nicht auf seiner Strecke war. Ich schien die selben Interessen wie seine Freundin zu haben, das brachte mir wohl den entscheidenen Bonus.
Byron Bay ist ein fantastischer Ort um zu surfen, umgeben von vielen Stränden und es scheint nicht so extrem überlaufen zu sein. Hier traf ich auch Alex und William wieder. Der Plan war, in einem Hostel gegen Unterkunft zu arbeiten, doch wie in Cairns hatte keines etwas anzubieten. Auch hier wieder der sehnsüchtige Gedanke an die neuseeländischen Verhältnisse. Es regnete 3 Tage, nichts scheint so wirklich zu klappen, doch dann eines Tages kam die Sonne raus, es ging zum Strand und die Wellen waren perfekt, fast schon zu groß für Anfänger. Es kamen immer einzelne große Wellen, was es viel einfacher machte als z.B. am Strand in Christchurch mit Nico damals, so gelang es mir auch besser als erwartet, der Tag war gerettet!
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