Freitag, 5. April 2013

Glühwürmchen!

Nachdem Ich in Christchurch noch ein paar Erledigungen tätigte ging es für mich endlich wieder Richtung Norden. Nach der ersten Nacht auf einem Campingplatz machte ich in Blenheim halt um mir meine langen lästigen Haare noch einmal zu kürzen (18 Dollar wollte das Schwein für einmal rüber putzen!). Dann erreichte ich endlich die schöne Hafenstadt Picton. Es war nahezu der perfekte Ort um auf die Fähre zu warten, da der Ort gerade so alles nötige bietet und eine entspannte Atmosphäre besitzt. Im Stundentakt sieht man Fähren ein- und ausfahren, was sehr beeindruckend aussieht wenn man  sich mal das Größenverhältnis der kolossalen Fähren und der gemütlichen Provinz vor Augen führt.
Auf einen Tipp hin erkundete ich einen Track bei Nacht um Glühwürmchen zu entdecken. Ich stellte mich mit meinem Auto an den Trackbeginn, wartete bis es komplett dunkel war und wagte mich in den stockdunklen Wald, als wäre ich in einem Horrorfilm. Ich lief immer weiter voller Vorfreude auf einen beeindruckenden Ausblick und plötzlich blinkte mir ein winziges Licht entgegen. Ich wandte mich um und da war es... Es war wirklich unglaublich! Noch nie habe ich so etwas gesehen... wirklich der Wahnsinn! Ich glaube es war insgesamt die langweiligste Aktion, die Ich in der gesamten Neuseeland Zeit unternommen habe. Der Begriff Würmchen ist wirklich untertrieben. Voller Enttäuschung ging ich nun also zurück und verbrachte die Nacht direkt am Hafen von Picton.
Am nächsten Tag ging die Fähre. Es war zwar extrem windig und etwas frisch, dennoch waren keine Wolken am Himmel. Für einen jungen Halbfriesen wie mich gab es also nur einen Ort, an dem ich die gesamte Überfahrt ausharren konnte: an Deck! So hielt ich also 2 1/2 Stunden Ausschau nach den Delphinen, die schon so viele vor auf dieser Fahrt gesehen haben. Dann irgendwann kurz vor der Bucht an der Nordinsel lief ein junger Mann mit Fernglas Richtung Backbord. Da waren sie! Man sah erst nur kleine Wasserspritzer und Rückenflossen und dann sprangen ein oder zwei von ihnen im hohen Bogen aus dem Wasser, zu schnell, dass ich sie mit der Kamera erwischen könnte.
In Wellington übernachtete ich ganz nahe am Flughafen und beobachtete die Flieger beim Landen. Am nächsten Tag hatte ich zum ersten Mal das Glück zufällig an einem Rugby Spiel vorbei zu fahren. Die Chance ließ ich mir nicht entgehen und sah mir die restlichen Minuten des Amateur Spiels an. Kurz darauf bekam ich dann noch einige Rennboote in Aktion zu Gesicht. Immer wieder schön solche Dinge umsonst zu sehen zu kriegen. 
Nun gibt es vorerst nichts wichtigeres, als mein Auto loszuwerden, also wünscht mir Glück!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen